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Hinschauen, ordnen, auf die Zukunft hin denken - die Arbeit der Vakanzgruppe

Wie die katholischen Kirche im Raum Helmstedt und Schöningen zukünftig aussehen und sichtbar sein könnte, welche Stärken, Perspektiven und Hoffnungen es gibt und welche gemeinsamen Themen für die Pfarreien St. Ludgeri und St. Marien wichtig sein werden, darüber denkt die Vakanzgruppe nach.

Vakanz - was ist das eigentlich?

Seit Pfingsten befindet sich die Pfarrei St. Ludgeri Helmstedt in einer einjährigen Vakanzzeit. Es gibt keinen leitenden Pfarrer, bis zum Juni 2021 hat Kaplan Kevin Dehne die Pfarrverwaltung übernommen. Absehbar ist, dass im Januar 2021 auch in der Pfarrei St. Marien Schöningen die Vakanzzeit beginnt, dann wird Pfr. Olszak versetzt. Ab dem Sommer werden die Pfarreien St. Ludgeri Helmstedt und St. Marien Schöningen dann von einem überpfarrlichen Seelsorgeteam betreut, der leitende Pfarrer wird Pfr. Thomas Jung sein.

Die Zeit der Vakanz birgt die Chance, Gewohntes in Frage zu stellen, Strukturen um Handlungsmuster zu überdenken, die Zukunft in den Blick zu nehmen, ohne dass sie schon da ist, und ein bisschen zu träumen. Mit diesem Vorhaben beschäftigt sich die Vakanzgruppe. Sie will für die Gemeinden und Pfarreien die Richtung bedenken, Dinge neu ordnen, die die katholische Kirche im Raum Helmstedt und Schöningen ausmachen sollen, und kreativ in die Zukunft denken. Die Vakanzgruppe wurde mit dem Ziel initiiert, in einem gemeinsamen Lern- und Gestaltungsprozess zu erkunden, welche pastoralen Perspektiven sich bieten und wie die Pfarreien für eine Zukunft in größerer Eigenverantwortung gerüstet sein werden.

Mitglieder der Vakanz-Gruppe

In der Vakanz-Gruppe, die man auch als Think-Tank bezeichnen könnte, arbeiten acht  Engagierte aus beiden Pfarreien, zwei Pfarrsekretärinnen, die Verwaltungsbeauftragte sowie pastorale Mitarbeiterinnen zusammen. Die Gruppe wird begleitet von Annette Buchardt und Ulrich Koch, einem Team der Gemeindeberatung aus dem Bistum Hildesheim. Gemeindereferentin Gabriele Engler organisiert und koordiniert die Gruppe.

Aus der Pfarrei St. Maria Hilfe der Christen arbeiten Bernhard Nebel, Kordula Sander, Martin Schubert und Regina Mengel (Pfarrsekretärin) in der Vakanz-Gruppe mit. Aus der Pfarrei St. Ludgeri sind Manina Fromm, Herbert Heinecke, Veronika Koch, Irina Raabe, Regina Röber (Pfarrsekretärin) und Wilfried Seidel dabei. Weitere Mitglieder der Gruppe sind Gabriele Engler (Gemeindereferentin),  Jessica Nawoj (Verwaltungsbeauftragte) und Antonia Przbylski (Dekanatsreferentin).

Arbeitsweise, Themen und Ergebnisse

Die Arbeitsergebnisse und Vorschläge der Vakanzgruppe werden in die verantwortlichen Gremien der Pfarreien weitergegeben, denn die Vakanzgruppe ist kein Entscheidungsgremium, sondern versteht sich eher als Impulsgeberin, die die gute Zusammenarbeit der Pfarreien für die Zukunft in den Blick nehmen und die katholische Kirche im Raum Helmstedt und Schöningen weiterdenken möchte. Über die Arbeit der Vakanzgruppe wird fortlaufend berichtet werden – gern können Sie auch bei Frau Engler nachfragen, worüber die Gruppe im Moment berät.

Ende Juni 2020 hat sich die Vakanzgruppe ein erstes Mal getroffen, um sich gegenseitig kennenzulernen und die wichtigsten gemeinsamen Themenfelder zu finden. Bei einem zweiten Treffen im August begann die Gruppe, an drei dieser Themen vertieft zu arbeiten. Die Themen lauten derzeit: "Stärken der Pfarreien/Gemeinden", "Gottesdienste" und "Kommunikation". Erste Arbeitsaufträge wurden formuliert, die sich in diesen Themenfeldern stellen, die Arbeit an diesen Aufträgen findet nun zwischen und bei den monatlich stattfindenden Treffen der Vakanzgruppe statt. Im Laufe der Arbeit werden weitere Themen in den Blick kommen.

(Text: Antonia Przybilski, Dekanatsreferentin, im November 2020)


Koordination der Vakanz-Gruppe

Gabriele Engler, Gemeindereferentin
Tel. 05351-587421
engler(at)klosterludgerus.de

Zweite Halbzeit der Vakanz - Bericht aus der Vakanz-Gruppe

Mit einer Zwischenreflexion zur Halbzeit hat die Vakanzgruppe der Pfarreien Helmstedt und Schöningen sich in ihrem Januartreffen beschäftigt. Das Treffen war bereits das dritte Treffen in Folge, das als Videokonferenz stattgefunden hat. Zunächst wurden die Erfahrungen aus der Advent- und Weihnachtseit ausgewertet, um Entwicklungen in den Gemeinden anzuschauen und die guten Erfahrungen zu sichern. Dazu gehörten die Angebote von digitalen Formaten, die gute ökumenische Zusammenarbeit an verschiedenen Orten sowie die Vorhaben, Gottesdienste an besonderen Orten (draußen) stattfinden zu lassen. Auch wenn manche Veranstaltung doch noch abgesagt werden musste, gab es viele gute Ideen und großes Engagement.

Im zweiten Teil der Tagung tauschten sich die Mitglieder der Vananzgruppe aus über das bisher Erarbeitete und die Perspektiven der Weiterarbeit. Festgestellt wurde, dass die Gruppe trotz der schwierigen Bedingungen Einiges erreicht hat, und zwar in allen Vorhaben: Über die Gottesdienste wurde nachgedacht und verhandelt, mit Einrichtungen  wurden erste Gespräche geführt, und auch die Öffentlichkeitsarbeit wurde an einigen Stellen verbessert. 

Jedoch stellte sich im Gespräch auch heraus, dass aufgrund der schlechten Nachrichten bezüglich der Begegnungsstätte Kloster Ludgerus und aufgrund der Corona-Pandemie viel Kraft verlorengegangen ist. Auch Perspektiven, mit welchen Themen die Vakanzgruppe weiterarbeiten kann, fehlten bei dem Gespräch. Unklar ist darüber hinaus, in welchem Verhältnis diese Gruppe zu anderen Gremien in den Pfarreien steht, zumal schon verschiedentlich begonnen wird, neue Gruppen zuberufen, die sich z.B. mit den Immobilien in den Pfarreien befassen werden.


Vakanzprozess wurde im April 2021 beendet

Die seit Juni 2020 laufende und durch Moderatoren der Gemeindeberatung begleitete Vakanzsteuerungsgruppe hat im April beschlossen, die Arbeit zu beenden. Nachdem im Jahr 2020 die drei Themenbereiche Profil, Gottesdienste und Kommunikation durch die Gruppe beraten und bearbeitet worden sind, hatten sich durch die Schließung der Begegnungsstätte St. Ludgerus, die zweite Pandemiewelle, die Vorbereitungen und die Durchführung der Hochfeste Weihnachten und Ostern und durch die Aufnahme weiterer Prozesse (z.B. Immobilienprozess) die Arbeitsschwerpunkte der Gruppenmitglieder in andere Bereiche verlagert. Zudem war die Zusammenarbeit für den Winter 2020/21 nur online möglich, was die Gruppe beeinträchtigt hat. Dies wurde auch beim letzten Treffen der Vakanzsteuerungsgruppe so ausgewertet.

Allen Mitgliedern der Gruppe wurde für ihre konstruktive Mitarbeit gedankt - nun geht die Arbeit an anderen Stellen weiter. Die Vakanzsteuerungsgruppe hat insbesondere für das Gespräch über die gemeinsamen Themen der beiden Pfarreien einen entscheidenden Beitrag geleistet und für die Zeit des überpfarrlichen Personaleinsatzen vorgearbeitet.

(Text: Antonia Przybilski, Dekanatsreferentin, Stand April 2021)