Geförderte

Geförderte

Es sind keine großen Zahlen an Geförderten, die das Projekt vorweisen kann - aber jeder Schüler, der einen Schulabschluss erwerben konnte und jeder Studierende, der sein Studium dank des Projekts abschließen kann, setzt ein Hoffnungszeichen für die Zukunft der Demokratischen Republik Kongo.

Insgesamt wurden bisher über 70 junge Menschen gefördert. 38 Schülerinnen und Schülern konnten Abitur machen, zusätzlich wurden 24 Studierende bis zum Bachelor unterstützt, sechs bis zum Master und zwei konnten dank des Projekts ihren Doktor in Medizin machen. Die Spannbreite der Studienfächer reicht von Medizin über Jura, Journalismus und Wirtschaftswissenschaften bis hin zu Theologie. Viele der ehemaligen Geförderten können durch ihre Arbeit als Anwalt, Arzt, Krankenschwester, Laborant, Priester etc. selber dazu beitragen, das Leben und die Situation der Menschen im Kongo zu verbessern.

Informationen zu den derzeit geförderten SchülerInnen bzw. StudentInnen geben die Jahresberichte 2016/2017, 2015/2016, 2014/2015 sowie 2013/2014.

 

Beispielhaft werden einige der bisher Geförderten etwas ausführlicher vorgestellt:

Frau Ernestine Muyaya, geb. 20.08.1992, wurde im Schuljahr 2007-2008 im Projekt aufgenommen. Damals besuchte sie die 11. Klasse im Lycée Siama bei den Schwestern von St. Andreas in Kikwit. Auf Anfrage ihrer Hochschule wurde sie über den Bachelor hinaus unterstützt. Am 24.10.2017 hat sie ihr Studium mit dem Titel “Diplom Betriebswirtschaft” abgeschlossen. Sie sollte als Assistentin oder zumindest als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an ihrer Fakultät mitwirken.

Von 1995 bis 2001 besuchte Yves-Junior Manzanza Lumingu das Gymnasium St. Pierre Canisius in Kinzambi (Bistum Kikwit). Ab 1999 wurde er vom Projekt unterstützt. Da er 2001 als Landesbester Abiturient ausgezeichnet wurde, konnte er mit einem anderen Stipendium Jura in Kinshasa studieren. Nach Bachelor, Diplom und einem Postgraduiertenstudium konnte er 2010 nach Deutschland wechseln, wo er seitdem als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg arbeitet.

Als erste Frau wurde Yolande Kopa ab 1995 im Projekt gefördert, damit sie in Kinshasa Medizin studieren konnte. In diesem Jahr hatte sie ihr Abitur am Lycée Yedisa, einer Schule der Soeurs de Marie au Kwango in der Bischofsstadt Kikwit absolviert. Die Förderung währte bis zu ihrem Studienabschluss, der Promotion zum Dr. med. im Jahr 2003. Heute praktiziert sie als Ärztin im Stadtkrankenhaus in Lubumbashi (ehemals Elisabethville), Provinz Katanga.

Bereits 1992 legte der 1973 geborene Filipe Kuayabuna Kavula sein Abitur in Kinshasa ab. Doch erst nach Aufnahme in die Förderung des Projekts konnte er von 1996 bis 2003 Wirtschaftswissenschaften studieren und dies zunächst mit dem Bachelor und später mit dem Diplom abschließen. Anschließend gründete er ein kleines Unternehmen und arbeitete in der Verwaltung einer Bäckerei. Seit 2008 leitet er ein Telekommunikationsgeschäft in Lunada (Angola).