Studentenwohnheim

Ursprünglich unterstützte das Projekt „Arme Schüler im Kongo/Zaire“ seine Geförderten nur bis zum Abitur. In einem weiteren Schritt wurden ab dem Jahre 2000 SchülerInnen über das Gymnasium hinaus finanziell getragen, nachdem wir zur Einsicht gekommen waren, dass das Abiturzeugnis allein keine Arbeitsstelle im Kongo zu sichern vermag.

Mit der Erweiterung der Aktion „Arme SchülerInnen im Kongo/Zaire“ auf Studenten sieht sich die Aktion heutzutage vor neuen Herausforderungen gestellt: Zum einen, das Studium an kongolesischen Hochschulen und Universitäten kostet weit mehr Geld als das, was offiziell verlangt wird. Zum anderen stellt mittlerweile die Frage nach der Unterbringung der Studierenden ein viel akuteres Problem als die Studiengebühr selber dar. Es gilt, an aller erster Stelle dieses Problem zu lösen, will man nicht die bisherigen Anstrengungen zunichte machen.

Daher wird nun ein Wohnheim für Studierende in Kinshasa gebaut. Es besteht aus zwei Etagen mit insgesamt 13 Zimmern und hat etwa 280 Quadratmeter Wohnfläche mit folgender Aufteilung:

  • Erdgeschoss mit 7 Räumen: 1 Gemeinschaftswohnzimmer, 2 Schlafzimmer, 1 Gemeinschaftsbad, 1 Gemeinschaftsküche, 1 Lernmedienraum, 1 Raum für den Hausmeister
  • Obergeschoss mit 6 Räumen: 5 Schlafzimmer, 1 Gemeinschaftsbad

Die Gesamtkosten für das Wohnheim betragen voraussichtlich etwa $ 140.000, was nach aktuellem Umrechnungskurs ungefähr € 133.000 entspricht. Dank kleiner und einiger großer Spenden (u.a. von deutschen Bistümern, Gemeinden und Stiftungen) sind bisher (Dezember 2015) etwa € 57.000 zusammengekommen. Damit ist ein guter Grundstock gelegt, aber es ist auch noch ein weiter Weg bis zur endgültigen Sicherstellung der Finanzierung zu gehen.

An dieser Stelle muss auf die Schnelllebigkeit hingewiesen werden, welche den kongolesischen Baumarkt kennzeichnet, der galoppierenden Inflation, aber auch der unverschämten Spekulation bestimmter Milieus wegen. Nicht mitberücksichtigt im vorliegenden Voranschlag ist ein Stromaggregat bzw. eine Solaranlage für die Stromversorgung des Heimes. Eine autonome Versorgung diesbezüglich ist jedoch insofern unerlässlich, als Stromausfälle in der Millionenstadt Kinshasa zum Alltag gehören. Ähnlich verhält es sich mit der Wasserversorgung, so dass man um den Bau einer Wasserzisterne nicht umhin kommen kann. Trotz aller Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten wurde im März 2015 mit dem Bau begonnen. 

Aktuelle Informationen zum Baufortschritt finden Sie auf der Seite Projektnachrichten.

 

 

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